Die Fühlbox
Zehn Minuten Ruhe – mit einer Schachtel und dem, was du zu Hause hast. Der einfachste Kita-Trick, den wir kennen: Hand hinein, fühlen, raten, staunen.
▶️ Video
Das Video erscheint am Freitag, 28. August, 20:00 – danach läuft es hier direkt.
Zum YouTube-Kanal🧺 Du brauchst
- 1 Schuhschachtel oder Karton mit Deckel
- 1 altes T-Shirt (der Ärmel wird die Öffnung) oder ein Tuch
- Klebeband oder Leim
- 5–8 Dinge mit verschiedenen Oberflächen – z. B. Kastanie, Tannzapfen, Schwamm, Bürste, Löffel, ein Stück Filz oder Fell
Extra kaufen musst du nichts – alles dafür hast du schon zu Hause.
🛡️ Zwei Kita-Regeln
Es greift nur hinein, wer mag. Nicht jedes Kind traut sich sofort – zuschauen ist auch mitspielen.
Nichts Scharfes, nichts Spitziges. Was wehtun kann, kommt nicht in die Box.
👣 So geht's
- Loch schneiden (Erwachsene): in die Schmalseite der Schachtel, gross genug für eine Kinderhand.
- Ärmel festkleben: den T-Shirt-Ärmel am Loch befestigen – so kann niemand hineinschauen, aber jeder hineingreifen.
- Einräumen (das Kind): Schätze sammeln und hineinlegen. Schon das ist Teil des Spiels – anfassen, benennen, einsortieren.
- Raten: Hand hinein, einen Gegenstand fassen – und beschreiben, bevor man ihn herauszieht. Weich? Stachelig? Kalt? Erst raten, dann schauen.
💡 Kita-Tipps
Fest im Regal: Die Fühlbox bleibt stehen, der Inhalt wird einmal pro Woche getauscht – im Herbst mit Kastanien, Zapfen und Blättern.
Sprache nebenbei: Das Beschreiben vor dem Herausziehen ist der wertvollste Moment – da entstehen die Wörter.
Warum das mehr ist als ein Spiel: Die Fühlbox trainiert „die Hand, die sieht" – genau das, was später beim Schreiben und Schneiden gebraucht wird.